Biogaserzeugung für Landwirte


Trockenfermentation Trockenfermentationsverfahren stellen für die Mono-Vergärung biogener Rohstoffe eine interessante Verfahrenslösung dar. Neue Verfahren, welche die charakteristischen Vorteile von Trockenvergärungsanlagen aufweisen, können sich dennoch nur langsam am Markt durchsetzen.

Die mit der Trockenfermentation angestrebten technologischen Ziele wurden ursprünglich wie folgt definiert :
- kleine Reaktorvolumina aufgrund geringer Wassergehalte im Fermenter

- geringer Wärmebedarf aufgrund des geringen Wassergehalts

- kleine Stoffströme verbunden mit längeren Verweilzeiten

- hohe Raumbelastungen

- keine Gefahr für die Bildung von Schwimmschichten

- geringe Lagervolumina für die Gärrückstände

Typisierung von Trockenvergärungsverfahren

Trockenfermentation

Biogas aus Getreide

Steigerung der Wirtschaftlichkeit von Hähnchen- Mastbetrieben

Die führenden Geflügelverarbeitungskonzerne aus Niedersachsen expandieren in direkter Konkurrenz zueinander.

Rothkötter und Wiesenhof bauen in der Region Ost- Niedersachsen neue Geflügelschlachtereien bzw. Weiterverarbeitungsbetriebe.

Zur erforderlichen Auslastung der Neuanlagen werden von den Geflügel-Konzernen dringend 100 bis 150 weitere Vertragsmästereien je Schlachtbetrieb benötigt.

In entsprechenden Informationsveranstaltungen werben Wiesenhof und Rothkötter mit begleitender Unterstützung der Landwirtschaftskammer Nds. und den Landvolkverbänden um investitionswillige Landwirte der jeweiligen Region.

Trotz vielversprechender Prognosen im Bezug auf steigenden Verbrauch von Geflügelfleischprodukten und jährlicher Gewinnerwartungen von bis 32.000 € bei 40.000 Stallplätzen, 8 Mastgängen und guter Betriebsführung, ist skeptische Zurückhaltung der angesprochenen Landwirte festzustellen.

Sicher ist auch die Pproduktion von Geflügelfleisch, wie alle anderen landwirtschaftlichen Erzeugnisse, Marktschwankungen unterworfen.

Laut Aussage der Fachberaterin Silke Schierhold von der LWK Niedersachsen, ist mit der Hähnchenmast, besonders in Kombination mit dem Betrieb einer Biogasanlage aber auch in Zukunft noch gutes Geld zu verdienen!

Gewährleistungen
Alle technischen Komponenten der BEPEG-Biogasanlagen stammen ausschließlich von nahmhaften Herstellern mit Garantielaufzeiten von 2 bis 5 Jahren!

Biogas aus Treibsel

Feststofffermentationsanlage Aufstauverfahren mit diskontinuierlicher Beschickung

Verfahrensbeschreibung

Anwendung

Im bepeg-Aufstauverfahren zur anaeroben Vergärung von fester Biomasse ohne den Einsatz von Gülle in parallel geschalteten Wannenfermentationsanlagen wird auf jegliche Durchmischung vor und während des Betriebes verzichtet.

Es bietet sich besonders zur Mono-Vergärung von Festmist unterschiedlicher Herkunft mit unzerkleinerten Anteilen von Stroheinstreu, überlagerten / verdorbenen Lebensmitteln einschließlich Verpackung, unsortiertem und unzerkleinertem Hausmüll, Strauchschnitt oder Schwemmgut an See- und Flussufern sowie den Küsten an Nord- und Ostsee, – auch Treibsel oder Teek genannt!

Die zur Verarbeitung vorgenannter „Grob-Substrate“ erforderliche Anlageund Anlagentechnik ist eine gänzlich andere als die mit Substrat- Volldurchmischung!

Es handelt sich um eines der ältesten Verfahren hier mit neuer, sicherer Anlagentechnik. Es ist das im Labormaßstab zur Analytik der Gasausbeute und -zusammensetzung am häufigsten angewandte Verfahren.


Anlieferung ( Ergänzungsmodul )

Die zu verarbeitende Biomasse wird direkt nach Anlieferung in das geschlossene Substratlager verbracht. Das Substratlager verfügt über eine Unterdruckanlage mit Abluftreinigung. Angelieferte Biomasse muss nicht zwangsweise vorbehandelt werden.


Substrateintrag

Beim Beschickungsvorgang ist der gasdicht verschließbare Deckel der jeweils zu befüllenden Reaktorkammer (Wannenfermenter) weit geöffnet.

Mittel Teleskoplader wird das Substrat unbehandelt in die zuvor geleert und gereinigten Gitterbox gefüllt., die dann mit der Krahnanlage in die Reaktorkammer verstaut werden.

Nach der Beladung wird der das Substrat im Fermenter bei geöffnetem Deckel überstaut. Nach Ablauf des Rezyklats beginnt unter Einwirkung des Luftsauerstoffs ein aerober Prozess.

Das Substrat erhitzt sich von innen her. Um den anaeroben Prozess einzuleiten, wird der Kessel gasdicht verschlossen. Der Sauerstoff ist umgehend verbraucht.


Fermentationsprozess

Anschließend wird der beheizte Wannenfermenter mit Rezyklat aus parallel ablaufenden Prozessen periodisch geflutet. Im Zuge der Überstauung erfolgt gleichzeitig die Impfung mit im vorgewärmten Rezyklat enthaltenen prozessrelevanten Bakterien.

Die aufgestaute Prozessflüssigkeit wird nach substratabhängiger Standzeit wechselseitig in die Parallelkammer gepumpt. Das im Prozess entstehende Biogas wird mit leichtem Unterdruck abgezogen und in separate Folienspeicher geleitet..

Nach weitgehender Beendigung der Biogasproduktion und Abbau der biogenen Stoffe erfolgt die Abtropfphase.

In dieser Verweilzeit sollen verbliebene Reste der Prozessflüssigkeit aus den Gärresten bestmöglich abfließen.


Gärresteaustrag

Die Gitterboxen werden nach Aufschwenken der Abdeckplatten mit den verbliebenen, zuvor nicht aussortierten unvergärbaren Stoffe mit dem festen Gärrest aus der Wanne gehoben und auf einem dafür vorgesehenen Platz geleert und zur Wiederverwendung gereinigt.

Der Boxeninhalt kann siebtechnisch getrennt oder komplett der Verbrennung zugeführt werden.

Im Fall der Mono-Vergärung von Festmist kann der stichfeste Gärrest bis zum Austrag als humoser Dünger gestapelt werden.


Prozesswasseraufbereitung

Wie auch in den volldurchmischten Biogasanlagen ist im anaeroben Fermentationsprozess die bedarfsgerechte Zuführung und Anwesenheit von Prozessflüssigkeit unabdingbar. Zur Einsparung von Frischwasser und Verzicht auf den Einsatz von Gülle wird ein Teil Prozess-Wassers als Rezyklat wiederverwendet. Gleichzeitig dient es zum Animpfen frischen Substrates.

Überschüssige Flüssigkeit aus den Substraten wird in Nachgärkesseln gespeichert und anschließend spezifisch so aufbereitet, dass sie frei von Schadstoffen und pathogenen Keimen in öffentliche Gewässer eingeleitet werden kann.

Die bisherige Entsorgungspraxis von Gärresten aus Bio-Abfällen auf landwirtschaftliche Flächen wird beim Einsatz dieser Anlagentechnik vermieden.