Neue Märkte 18.06.2009
agrarheute.com

Biogas-Innovationskongress in Osnabrück
(Auszug lpd)

Großes Innovationspotenzial
beim Biogas

Die Zukunft für Biogas hat gerade erst begonnen. Nach der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes EEG werden noch viele Anlagen neu gebaut, und in der Technik besteht ein riesiges Innovationspotenzial.

Einen Vorgeschmack auf künftige Entwicklungen gab kürzlich der Biogas-Innovationskongress in Osnabrück, zu dem der Landvolkverband gemeinsam mit dem niedersächsischen 3NKompetenzzentrum für nach-wachsende Rohstoffe und den Fachverbänden der Bioenergiebranche eingeladen hatte.

Fachleute machten dort deutlich, dass in nächster Zeit mit großen Innovationsschüben von der Substratbereitstellung über die Anlagentechnik bis hin zur Gasnutzung zu erwarten sind. Biogasanlagen der Zukunft werden effizienter und stabiler laufen, die Gasausbeute wird höher und die Verweildauer des Gärsubstrates in der Anlage kürzer sein.

Zugleich besteht weiter großer Forschungsbedarf. Dem müsse mit einer stärkeren Berücksichtigung der Bioenergie bei der Forschungsförderung Rechnung getragen werden, hieß es bei der Tagung. Die Entwicklung wäre schon weiter, wenn das Potenzial der Bioenergie beizeiten erkannt und gefördert worden wäre, kritisierte Helmut Lamp vom Bundesverband Bioenergie.

Angesichts des weltweit rapide steigenden Energiebedarfs müsse das vorhandene Potenzial schnell erschlossen werden, forderte Prof. Michael Nellies von der Universität Rostock. Nur so könne die Bioenergie dauerhaft einen wesentlichen und nachhaltigen Beitrag zur Energie-versorgung leisten.

Für Deutschland schätzte er, dass zehn bis 15 Prozent des gesamten Primärenergieverbrauchs durch Biomasse gedeckt werden könnten.

Viele Optimierungsmöglichkeiten bestehen bei der Anlagentechnik angefangen bei der Beschickung der Fermenter über die Rührtechnik bis zur schnelleren Vergärung der Substrate.

Nachverstromung durch Abgas-turbinen mit direkt gekoppeltem Zusatzgenerator verbessert den Wirkungsgrad im Blockheiz-kraftwerk auf bis zu 46 Prozent. Und schließlich wird die direkte Einspeisung von aufbereitetem Biogas in die Gasnetze ein Thema der Zukunft.

Vorteile der Trockenfermentation

Platzsparendes Anlagenkonzept in einfacher Bauausführung mit robuster Technik!
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Geschlossene Zwischenlagerung der Substrate.
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kompakte Biogasanlage zur Produktion von Energie aus biogenen Abfällen und Festmist ohne Zusatz von Gülle.
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höchstmögliche Raumbelastung!
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Substrataufbereitung und Trennung (Aussonderung) mechanischer Störstoffen nicht erforderlich.
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Impfung des Substrats durch Rezyklat.
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Vermeidung von Trockennestern durch getaktete Substrat-Überstauung.
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zweistufiges Fest-/Flüssigverfahren.
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Mehrkammer-Reaktor mit Substrat-Kassetten zur optimierten Biomasse-vernässung.
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Prozessbeherrschung durch kleine Kesselvolumina und getrennte Prozessstufen.
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Effizienzsteigerung durch separate Prozesswasserentgasung.
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durch Wechselbehälterverfahren keine Betriebsausfälle
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Verhinderung des Aufschwimmens der Substrate durch geschlossene Kassetten.
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kürzere Verweilzeiten bei erhöhter Raumbelastung.
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Nachgärkessel zur erhöhten Gas-ausbeute.
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Erzeugung hochwertigen mineralischen und transportwürdigen Düngers.
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Vermeidung von Ammoniak-Emiss-ionen und Austrag pathogener Keime.
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Verhinderung der Eutrophierung durch P-Fällung des Überschuss-Abwassers.
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Verzicht auf Austragsflächen für fluide Gärreste.
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Gesicherte Erträge durch Einspeisung der erzeugten elektrischen Energie.

bepeg - Trockenfermentation Feststoff Aerob- / Anerobverfahren im Wannen-Reaktor

Feststoff- Batch-/Wannen-Reaktor
Aufstauverfahren mit getrennter Nachgärung.

- gasdichter, Mehrkammer-Wannen-Reaktor mit Deckelung.
- optimierte Beschickungstechnik mit Substratkassetten.
- Aerob- / Anerobverfahren ohne Impfsubstrat.
- getrennte, mehrstufige Prozessführung mit erhöhter Gasausbeute.
- Ausschluss von Anlagenstillständen bei Wartungsarbeiten.
- modular erweiterbarer Reaktor.
- Aussonderung der im Gärrest enthaltenen unvergärbaren Fremdstoffe

Peripherieanlagen:

Substrat-Vorbehandlung

Geschlossenes Substratvorlager mit dosierter Reaktorbeschickung

- geschlossene Reaktorbeladung.
- Vermeidung von Geruchsbelästigung
- Verhinderung austretender pathogener Keime.
- Auflösung von Verklumpungen und bedarfsgerechte Dosierung.

Gärreste-Aufbereitung

Gärreste-Hygienisierung
- Einhaltung der einschlägigen Vorschriften bei der Vergärung
belasteter Substrate

Gärreste-Separation
- siebtechnische Trennung der Festfraktionen .

Aufbereitung fluider Gärreste
- separierte Flüssigfraktion zur Wiederverwendung als Rezyklat.
- einleitfähige Aufreinigung des Überschuss-Wassers .
- Gülle-Austragsflächen nicht erforderlich!

Ammoniak-Stripping
- zur Vermeidung von NH3-Aufkonzentration im Rezyklat.
- Stickstoffentfernung aus Überschuss-Wasser. (einleitfähig)
- zur Weiterverarbeitung. (Mineral-Düngerproduktion)

Ammoniak-Adsoption
- Reaktion von Ammoniak NH3 / CO2 in REA-Gips Suspension.
- Produktion von mineralischem Dünger,
Ammoniumsulfat - (NH4)2SO4 und Calciumkarbonat - CaCO3.

BHKW
- Komplettmodule: wahlweise Gasmotor oder Gasturbine

Biogaserzeugung mit Trockenfermentation


bepeg
liefert modernste Reaktorentechnik und ist auch Komplettanbieter schlüsselfertiger Biogagas-Anlagen!