Bio Abfall Zwischenlager

Bioabfall für Biogasanlage


Sedimentaustrag und Aufbereitung

Häufig werden mit der Biomasse auch Sedimente in den Reaktor eingetragen.

Die an Substraten haftenden Sedimente setzen sich vor allem bei volldurchmischten Kesseln auf dem Boden ab. Und zwar hauptsächlich in Folge der Schwerkraft dort, wo die Feststoffe als Träger der Sedimente weitgehendst gelöst sind.

Von daher sind bepeg- Anlagen im Bereich der Hydrolyse mit Sedimentabsetzgruben ausgestattet. Das weitgehend aus Sand bestehende sich absetzende Sediment, wird durch die Rotation der Mischer in die dafür vorgesehene Absetzgrube getrieben.

In erforderlichen Intervallen erfolgt die Grubenentleerung durch Absaugen mit einer Dickstoffpumpe in einen Sandabscheider zur fest / flüssig Trennung gefördert.

Die abgetrennte Flüssig-fraktion wird zurück in den 1. Stufe des Reaktors geführt. Der abgetrennte Sand kommt über einen Wäscher von Schwämmstoffen befreit in eine Absetzmulde.

Bioabfall in der Biogasanlage

Stellenwert der Anaerobverfahren bei der energetischen Biomassenutzung im Abfallbereich Teil 2

Axel Hüttner, Thomas Turk, Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke

Der Umwelt- und Klimaschutz hat im politischen Handeln einen gegenüber früheren Jahren deutlich höheren Stellenwert erhalten. Die Treibhausgasemissionen sollen in der Bundesrepublik Deutschland bis 2008/2012 um 21 % gegenüber 1990 gesenkt werden. Die Bundesregierung verfolgt auf nationaler Ebene sogar das ehrgeizige Ziel, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2005 um 25 % gegenüber dem Jahr 1990 zu vermindern.

Darüber hinaus ist auf Grund der durch die Europäische Union festgelegten Steigerung des Anteils erneuerbarer Energiequellen an der Stromerzeugung für Deutschland ein Anteil von 12,5 % am Bruttostromverbrauch im Jahr 2010 zu erreichen.

Zur Förderung der Energieerzeugung aus regenerativen Energiequellen wurde seitens der Bundesregierung das Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) verabschiedet und im Jahr 2004 novelliert, das die Abnahme und Vergütung für elektrische Energie u. a. aus Deponiegas, Klärgas und Biomasse regelt.

Die Energieerzeugung aus Bio- und Grünabfällen wird im Gegensatz zur Energieerzeugung aus dem organischen Anteil von Restabfällen durch das EEG vergütet, so dass anaerobe Verfahren bei der mechanisch-biologischen Behandlung von Restabfällen nur in wenigen Anlagen eingesetzt werden.

Die Stromerzeugung aus Restabfällen wird hingegen in anderen Ländern der europäischen Union gefördert, so dass die anaeroben Verfahren in diesen Ländern bei der Behandlung von Restabfällen häufiger eingesetzt werden.

Anaerobe Aufbereitung biogener Abfälle in bepeg- Biogasanlagen

Organische Abfälle mit hohem Trockensubstanzanteil wurden bislang weitgehend aerob mittels Kompostierung behandelt. Hierbei bauen Mikroorganismen die Biomasse unter Produktion von CO2 und Wärme ab.

Außer CO2 entsteht und entweicht unter ungünstigen Bedingungen N2O – Lachgas – und CH4 – Methan.

Beide Gase sind um ein Vielfaches klimaschädlicher als Kohlendioxid!

Nicht nur dass die bei diesem Prozess produzierte Wärme ungenutzt bleibt, ist auch die Energie- und CO2-Bilanz durch das maschinelle Umsetzen der Kompostmieten oder in sogenannten Rotte-Tunneln mit Verbrennung der keimbelasteten Rotte-Gase extrem negativ.

Biogas aus Gras

Zur anaeroben Behandlung von festen biogenen Substraten in konventionellen Biogasanlagen werden große Mengen Prozesswasser, zumeist Gülle benötigt. Das Verhältnis eingesetzter TS zur Gasausbeute ist daher unbefriedigend.

Zudem benötigen die Anlagen aufgrund großvolumiger Fermenter und Speicher enorm viel mechanische und thermische Energie. bepeg- volldurchmischte Mehrstufen-Wechselkammer-Reaktoren mit vorgeschalteter separater Versäuerung und qualifizierter Gärreste-Aufbereitung ermöglicht jetzt auch die Verarbeitung von zerkleinerten und störstoffbefreiten Bioabfällen.

Verarbeitet werden können fast alle biologisch abbaubaren Abfälle, auch diejenigen bei welchen mit einer erhöhten Keimbelastung zu rechnen ist..

Für unsortiertes unzerkleinertes Bio-Substrat bietet bepeg eine Feststoff-Fermentationsanlage welche nach dem Aufstauverfahren arbeitet an.

Stellenwert der Anaerobverfahren bei der energetischen Biomassenutzung im Abfallbereich Teil 1

Axel Hüttner, Thomas Turk, Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke

Die Bedeutung der anaeroben Verfahren im Bereich der kommunalen Abfallwirtschaft hat, trotz der höheren Investitionskosten gegenüber aeroben Verfahren, kontinuierlich zugenommen.

Die Notwendigkeit einer nachhaltigen und umweltverträglichen Entwicklung auch hinsichtlich der Energiebereitstellung und im Umgang mit Abfällen wurde bereits auf der 1992 in Rio de Janeiro abgehaltenen Konferenz der Vereinten Nationen als eines der zentralen Probleme erkannt. Nahezu alle Industrienationen haben sich als Ergebnis des Klimagipfels im Jahre 1997 in Kyoto verbindliche Ziele zur Verminderung der Treibhausgase gesetzt.

Der Stellenwert der Bioenergie für die Erreichung dieser Zielvorgaben wird dadurch deutlich, dass die Europäische Gemeinschaft die vorrangige Förderung erneuerbarer Energien für erforderlich hält. Sichtbare Zeichen sind der Erlass der Richtlinien 2001/77/EG und 2003/30/EG zur Förderung der Stromerzeugung und von Biokraftstoffen aus erneuerbaren Energiequellen und die Vorgabe nationaler Richtziele für die einzelnen Mitgliedsstaaten als ein Instrument zum Erreichen der Zielsetzung.